Unsere fleißigen Helfer

 

Im Garten gibt es viele Lebewesen, die eine erfolgreiche Ernte begünstigen.

Zum einen ist da der Regenwurm, der unter anderem den Boden auflockert

Zum anderen ist aber auch Die Biene nicht zu vergessen, die durch die Bestäubung der Pflanzen das Entstehen der Früchte erst möglich macht.

Erfahrt auf dieser Seite mehr über diese beiden Helferlein und wie Ihr sie bei Ihrer Arbeit unterstützen könnt.

 

Regenwürmer - Wissenswertes über den unsichtbaren Helfer des Gärtners

 

Der Regenwurm ist eines der stärksten Tiere der Erde. Zumindest im Verhältnis zu seiner Körpergröße. Im 16. Jahrhundert hieß der Regenwurm noch „reger Wurm“, weil er ständig arbeitet und frisst. Von dieser regen Tätigkeit stammt auch sein heutiger Name. Mit Regen hat der Wurm nämlich gar nichts am Hut, ganz im Gegenteil. Regen endet häufig tödlich für den Wurm. Nicht etwa, weil er ertrinkt – es haben schon Regenwürmer in Boden überlebt, der fast ein Jahr lang überschwemmt war. Der Wurm wird durch die Vibration der Regentropfen aus der Erde an die Oberfläche gelockt, und dort erwarten ihn zerstörerisches UV-Licht oder eine hungrige Amsel.

Die bekanntesten Arten
Es gibt übrigens gar nicht „den“ Regenwurm. Allein in Deutschland kommen 46 Arten vor, weltweit sogar über 3.000. Am bekanntesten bei uns sind der Tauwurm und der Kompostwurm. Wenn man einen Regenwurm sieht, ist es meistens ein Tauwurm (Lumbricus terrestris). Er ist 12 bis 30 Zentimeter lang und man erkennt ihn an seinem rötlich gefärbten Vorderende und seinem blassen Hinterteil. Der Tauwurm lebt in Wiesen, Gärten und Obstanlagen. Er gräbt bis zu drei Meter tiefe Gänge und durchwühlt den Boden sehr intensiv.

Der Kompost- oder auch Mistwurm (Eisenia foetida) ist mit 4 bis 14 Zentimetern Länge etwas kleiner als der Tauwurm und ist rot mit gelblichen Ringen um seinen Körper. Sein Name ist Programm: Er kommt fast ausschließlich in Komposthaufen vor, denn er braucht zum Überleben Erde, die sehr reich an organischem Material ist. Hauptsächlich ihm haben wir es zu verdanken, wenn aus Küchenabfällen fruchtbare Erde wird. 

Umgraben, Boden belüften, düngen
Einen besseren Untermieter im Garten als den Regenwurm kann man sich fast nicht wünschen: Er gräbt freiwillig um, kompostiert altes Laub und düngt mit seinem nährstoffreichen Kot den Garten. Durch sein stetiges Graben belüftet der Regenwurm außerdem den Boden und schichtet Nährstoffe von unten nach oben. Auf einem Boden mit vielen Regenwurm-Gängen staut sich keine Nässe, sondern die Erde saugt den Regen auf wie ein Schwamm. Auch Pflanzenwurzeln und wichtige Bodenorganismen haben es in lockerem Boden leichter.

 

Sei ein Bienenhelfer

Du willst unseren Bienen Gutes tun, weißt aber nicht so recht wie Du das konkret anstellen kannst? Wir zeigen Dir, was Du tun kannst, um in nur einem Tag ein Bienenhelfer zu werden.

Kaufe Honig aus der Region

Ein Großteil des hier verfügbaren Honigs wird importiert. Mit hoher Wahrscheinlichkeit stammt Dein morgendlicher Honig auf dem Brötchen oder im Tee, ohne besondere Sorgfalt bei der Auswahl, aus Südamerika. Dort werden nicht selten genveränderte Pflanzen angebaut, deren Pollen letztendlich auch in den Honig geraten. Häufig ist der im Supermarkt erhältliche Honig ebenfalls eine Mischung von Honigen aus Nicht-EU-Ländern. Auf Wochenmärkten bieten häufig Imker ihren selbst geschleuderten Honig zum Verkauf an. Aber nicht nur dort, auch im Supermarkt findest Du oftmals Honig aus der Region. Ein genauer Blick auf das Etikett lohnt sich in jedem Fall.

Nahrung für die Bienen

In punkto Lebensmittel gibt es noch mehr, was Du für unsere Bienen tun kannst. In diesem Fall handelt es sich nicht um Dein leibliches Wohl, sondern um das der Bienen. Den Tisch für unsere geflügelten Freunde deckst Du, indem Du bienenfreundliche Pflanzen auf Deinem Balkon oder im Garten aussäst. Selbst ein kleines Plätzchen auf Deiner Fensterbank kann schon einen Unterschied machen und einer Biene Nahrung spenden. Welche Pflanzen ideal für Deinen persönlichen Standort geeignet sind, verrät Dir unser Pflanzenfinder. Ausgestattet mit dem Wissen, welche Blumen an die Lichtverhältnisse auf Deinem Balkon oder in Deinem Garten angepasst sind, kannst Du nach dem Frühstück direkt zur Tat schreiten. Besorge Dir die Samen oder Stecklinge, verschönere Deinen Balkon oder Garten und tue damit zugleich den Bienen etwas Gutes.

Bienenhotel

Nicht nur Nahrung ist ohne Frage essentiell – ebenso wichtig ist es unseren Bienen Nistmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Dazu eignet sich am besten ein “Bienen- oder Insektenhotel”. Mit wenig Aufwand ist so ein Unterschlupf aus Holzresten selbst gebaut oder aber im Baumarkt oder Gartencenter gekauft.

Bienenfreundliche Lebensmittel

Vom Frühstück bis zum Abendessen ist es ratsam darauf zu achten, dass vor allem bienenfreundliche Lebensmittel auf Deinem Teller bzw. im Einkaufskorb landen. Um dies zu gewährleisten, versuche so oft wie möglich auf saisonale Lebensmittel aus der Region zurückzugreifen. Bei deren Herstellung ist es besonders wichtig, dass auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet wird. Nur so ist gewährleistet, dass unsere Bienen keine belasteten Pollen aufnehmen oder den Pflanzenschutzmitteln direkt zum Opfer fallen.

Verzichte auf Pestizide

Selbige Ansprüche, die Du an Deine Lebensmittel stellst, solltest Du auch selbst umsetzen. Dementsprechend geht Dein Tag als Bienenhelfer weiter. Verzichte sowohl im Haushalt als auch im Garten auf Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel, die den Bienen schaden. Dazu zählen Pestizide, Herbizide und Biozide jeglicher Art, die Du nicht verwenden solltest. Wie bienenfreundliche Pflanzenschutzmittel ganz leicht selbst hergestellt werden können, verrät dieser Artikel. Wie Du siehst: Bienenhelfer zu werden, und es zu bleiben, ist gar nicht so schwer – ein Tag genügt bereits und der Anfang ist gemacht!

 

Kleingartenverein ‘Einheit’ Brehna e.V.

31. Mai  2020